LEBENS.GESCHICHTEN

Sprüche  und  Gedanken


"Der Mensch, den wir lieben, ist nicht mehr da, wo er war, aber er ist überall, wo wir sind und seiner gedenken.”

(Albert Schweizer)

 

"Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren."

(Johann Wolfgang von Goethe)

"Man sieht die Sonne langsam untergehen und erschrickt doch, wenn es plötzlich dunkel ist."

(Franz Kafka)

 

"Wir sind vom gleichen Stoff, aus dem die Träume sind und unser kurzes Leben ist eingebettet in einen langen Schlaf."

(William Shakespeare)

 

"Wenn Ihr mich sucht, sucht in eurem Herzen. Habe ich dort eine Bleibe gefunden, lebe ich in euch weiter."

(Rainer Maria Rilke)

 

"Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume. Ich leb in euch und geh durch eure Träume."

(Michelangelo)



erzählte Worte

hinhören und hinfühlen

Geschichte: Die Alte Frau und die Bohnen

Dauer: 2:07 Minuten

 

Geschichte: Die Kuhschwanzgerte

Dauer: 6:36 Minuten

 


Mein Name ist Anke Dorothea Schneider und ich bin Geschichtenerzählerin. Unter dem Namen Dorothea erzähle ich Märchen und Geschichten für Jung und Alt. 

 

In meiner Kindheit hat mir niemand Märchen vorgelesen. Allerdings habe ich mir stundenlang im dicken Märchenbuch die wunderschönen Illustrationen betrachtet. Bei der Hausarbeit hat mir meine Mutter Lieder vorgesungen, die sie von ihrer Mutter gehört hatte. 

 

Dann kam ich mit dem "Freien mündlichen Erzählen" in Berührung: Ich war sofort begeistert, wie man nur mit seiner Stimme und der richtigen Atmosphäre Bilder in den Köpfen der Menschen entstehen lassen kann. 

Und nun fliegen mir die Geschichten von überall her zu - und ich erzähle sie jedem, der sie gerne hören möchte.

 

"Mögen die Geschichten wie Samenkörner in die Welt getragen werden!"

 

Anke Dorothea Schneider hat den Kurs als Lebens, Sterbe und Trauerbegleiter absolviert. Ihr Anliegen ist es, die Märchen mit der Sterbe/Trauerbegleitung zu verbinden.

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Die beiden Audiodateien zur ausschließlichen Verwendung für www.trauerraum-baden.at kostenlos zur Verfügung.

(c) Anke Dorothea Schneider . www.geschichten-erzaehlt.at


Der Brunnen „Das Mädchen mit dem Krug“ - eine Bildbetrachtung

 

Im Katharinenpark von Zarskoje Selo, der Zarenresidenz in der Nähe von St.Petersburg, gibt es einen Brunnen, der unter dem Namen „Das Mädchen mit dem Krug“ bekannt ist. Auf einem Felsbrocken sitzt nachdenklich eine schöne junge Frau und schaut traurig auf die Scherben eines zerbrochenen Kruges.

 

Soweit stellt die Brunnenfigur die Lafontaine´sche Fabel „Die Milchmagd“ dar: Die Milchmagd Peretta geht mit einem Krug Milch zum Markt. Unterwegs schmiedet sie allerlei Pläne, was sie mit den Einnahmen für die Milch machen wird: sie wird Hühner kaufen, mit dem doppelten Gewinn von Milch und Eiern will sie dann Schweine züchten, und später auch Kälber. Da zerbricht sie aber ihren Krug und nichts wird aus ihren Träumen.

 

Ja, viele Lebensentwürfe werden nicht verwirklicht, vieles verliert man im Leben – manchen Verlust hat man wohl sich selber zuzuschreiben, anderes hat man verloren, weil es das Schicksal so gewollt hat.

 

Der Gestalter des Brunnens in Zarskoje Selo, der Bildhauer Sokolov, war ein tiefsinniger Mensch: er fügte der Fabel noch einen entscheidenden Gesichtspunkt hinzu. Der Brunnen ist so gebaut, daß aus dem zerbrochenen Krug immer Wasser fließt. Das Wasser kommt aus einer warmen Quelle, die auch im Winter nicht einfriert, sogar dann nicht, wenn die Statue mit Schnee bedeckt ist und sich Eiszapfen an ihr bilden.

 

Der Dichter Puschkin, der als Schüler im Lyzeum (Knaben-Internat) in Zarskoje Selo gelebt hat und auch später am Hof verkehrte, hat für diesen Brunnen eine Inschrift verfaßt. Er erfaßte die tröstliche Botschaft des Brunnens, daß aus dem Kaputtgegangenen ein neues, ewiges Leben kommt. Die Jungfrau sitzt nach seinen Worten ewig trauernd über einem Wasserstrahl, der nie versiegt. Der Brunnen in Zarskoje Selo bleibt nicht bei Lafontaines Jammer über das Verlorene stehen, sondern verheißt dem Betrachter den Sieg des Lebens.


"Von dem Menschen, 

den du geliebt hast, wird immer etwas in deinem herzen zurückbleiben:

Etwas von seinen Träumen.

Etwas von seinen Hoffnungen.

Etwas von seinem Leben.

Alles von seiner Liebe.

 

Wir leben alle von dem, was uns Menschen in bedeutungsvollen Stunden unseres Lebens gegeben haben." (Novalis)

 

"Trennung und Abschied gehören in unser Dasein. Manchmal gibt uns das Leben aber auch Zeichen, dass es trotz allem noch Schönes und Wertvolles in ihm zu entdecken gibt. Unser Herz wird Möglichkeiten und Wege finden, noch viele kleine Kostbarkeiten einzusammeln. 

 

Gegen Schmerzen der Seele gibt es nur zwei Heilmittel: Hoffnung & Geduld"

(Pythagoras)

 

"Das Leben gleicht einer Reise mit dem Zug. Im Laufe der Fahrt werden viele Haltestellen angefahren.

An den meisten ist der Zug pünktlich für einige ist es zu spät.

Länder, Städte, Landschaften fliegen schnell vorbei. Menschen steigen ein und aus.

Manche fahren nur eine Station mit, einige fahren immer wieder mit dem Zug und nur wenige bleiben für immer sitzen."



Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der hatte Angst, dass es nicht ausreicht, so, wie er war: "Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach", sagte er sich, "und für einen Pullover zu kurz. An andere anzuknüpfen, habe ich viel zu viele Hemmungen. Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht, dazu bin ich zu blass und farblos. Ja, wenn ich aus Lurex wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid. Aber so?! Es reicht nicht! Was kann ich schon? Niemand braucht mich. Niemand mag mich - und ich mich selbst am wenigsten." 

 

So sprach der kleine Baumwollfaden, legte traurige Musik auf und fühlte sich ganz niederge-schlagen in seinem Selbstmitleid.

Währenddessen läuft draußen in der kalten Nacht ein Klümpchen Wachs in der beängstigenden Dunkelheit verzweifelt umher. "Für eine dicke Weihnachtskerze bin ich viel zu klein" jammert es "und wärmen kann ich kleines Ding alleine auch niemanden. Um Schmuck für eine tolle große Kerze zu sein, bin ich zu langweilig. Ach was soll ich denn nur tun, so alleine in der Dunkelheit?"

Da kommt das kleine Klümpchen Wachs am Häuschen des Baumwollfadens vorbei! Und da es so sehr fror und seine Angst so riesig war, klopfte es schüchten an die Türe.

 

Als es den niedergeschlagenen kleinen Baumwollfaden sah, kam ihm ein wundeschöner Gedanke. Eifrig sagte das Wachs: "Lass dich doch nicht so hängen, du Baumwollfaden. Ich hab' da so eine Idee: Wir beide tun uns zusammen. Für eine große Weihnachtskerze bist du zwar als Docht zu kurz und ich hab' dafür nicht genug Wachs, aber für ein Teelicht reicht es allemal. Es ist doch viel besser, ein kleines Licht anzuzünden, als immer nur über die Dunkelheit zu jammern!"

 

Ein kleines Lächeln huschte über das Gesicht des Baumwollfadens und er wurde plötzlich ganz glücklich. Er tat sich mit dem Klümpchen Wachs zusammen und sagte: "Nun hat mein Dasein doch einen Sinn."

 

Wer weiß, vielleicht gibt es in der Welt noch mehr kurze Baumwollfäden und kleine Wachsklümpchen, die sich zusammentun könnten, um der Welt zu leuchten?!


"Fange nie an, aufzuhören. höre nie auf, anzufangen."


"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

(Antoine de Saint-Exupéry)

 

"Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen."

(Albert Schweizer)

"Nur wenige Menschen sind wirklich lebendig und die, die es sind, sterben nie. Es zählt nicht, dass sie nicht mehr da sind. Niemand, den man wirklich liebt, ist jemals tot."

(Ernest Hemingway)

 

 

"Die Bande der Liebe werden mit dem Tod nicht durchschnitten."

(Thomas Mann)

 

"Nicht die Jahre in unserem Leben zählen, sondern das Leben in unseren Jahren."

(A.E.Stevenson)

 


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NÖ Krisentelefon 0-24h, Tel.: 0800/20 2016

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Rat auf Draht. Kinder 0-24h, Tel.: 147

Sozialpsych. Notdienst, 0-24h: 01/31330

Trauerbegleitungen www.todundtrauer.at

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02252/89696 und Online Beratung: www.psz.co.at/onlineberatung.html

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Caritas Trauertelefon

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Wir bieten Trauerbegleitung in Trauergruppen und Einzelgesprächen mit ausgebildeten Trauerbegleiterinnen an.

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